Fachschule Holztechnik Hildesheim: Lunido-Projekt als Meisterleistung der Serienfertigung

In den Werkstätten der Fachschule Holztechnik & Gestaltung Hildesheim (HGH) hat die Klasse HT21 mit ihrem Unternehmensprojekt „Lunido“ einen beeindruckenden Meilenstein erreicht: Das Nullstück ist in der Produktion angelangt und verkörpert höchste handwerkliche Präzision sowie technisches Know-how.

Die HGH bietet Tischlerinnen und Tischlern umfassende Weiterbildungen – von der staatlich geprüften Holztechnikerin oder dem Holztechniker über die Holzgestalterin oder den Holzgestalter bis hin zur Vorbereitung auf die Tischlermeisterprüfung. Im gebührenfreien Vollzeitunterricht mit einem hochmodernenMaschinenpark, EDV-Räumen und exzellent ausgestatteten Werkstätten, verschmelzen Theorie und Praxis nahtlos, sodass die Studierenden Design, Konstruktion und industrielle Fertigung hautnah erleben und durchführen können.

Besonders eindrucksvoll wird dies bei Führungen, wie der heutigen, spürbar: Nach einer informativen Präsentation zum Schulalltag, der Serienfertigung und der täglichen Strukturen, durften wir die Werkstätten besuchen und die laufende Produktion hautnah beobachten. Beim Serienfertigungsprojekt „Lunido“ übernehmen die Studierenden die volle Verantwortung: vom ersten Entwurf, über die Fertigungsplanung bis zum Prototypenbau. Neben selbst entwickelten Vorrichtungen für präzise Prozesse bei komplexen Formen und Verbindungen, punkten die Maschinen durch gespeicherte Einstellungen: Jede Anlage ist so konzipiert, dass nach einem Wechselprojekt die exakten Parameter für „Lunido“ per Knopfdruck wieder aufgerufen werden können – für höchste Reproduzierbarkeit und Effizienz in der Serienproduktion. Dieser hochaktuelle Maschinenpark mit digitaler Steuerung macht die HGH zu einem echten Vorreiter und vermittelt modernste Fertigungstechniken. Dabei war besonders beeindruckend zu erleben, wie stark der Zusammenhalt und die Motivation unter den Studierenden besteht.

Gemeinsam lösen sich Herausforderungen, feiern Fortschritte und treiben das Projekt mit spürbarer Begeisterung voran.

Das Nullstück, als erster vollständiger Prototyp, überprüft alle Abläufe – vom Nullaufbau der Maschinen bis zur Qualitätskontrolle – und wird in einer öffentlichen Präsentation zelebriert. Besonders wertvoll sind die Beiträge der Industriepartner: Rewi+Keilverbinder und Bessey stellen hochwertige Zwingen, Verbindungselemente und Werkzeuge zur Verfügung, die nicht nur die technische Umsetzung erleichtern, sondern auch praxisgetreuen Einsatz ermöglichen. Dadurch entsteht ein authentisches Produktionsgefühl mit Taktzeiten, Teamkoordination und Qualitätssicherung, das die Studierenden optimal auf Führungsrollen als Technikerinnen, Gestalterinnen oder Meisterinnen vorbereitet.

So positioniert sich die HGH als führende Adresse für zukunftsweisende Holzhandwerks-Weiterbildung.

Danke, für die Führung und die spannenden Einblicke !

Lara Holz H23B Holztechnik /Tischlerin